34.Daten-Skandal bei der hessischen Polizei???

Neuer Daten-Skandal in Hessen???

Tödliche Disko-Schlägerei

Datenpanne bei Facebook-Fahndung?


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27.05.2011, 19:30 Uhr

Mehr zum Thema



 

 

Immer mehr Daten-Skandale in


Hessen?



Wann handelt der hessische


Innenminister endlich?




1. Schwarze-Akten?



2. Geheime-Akten?



3. Verbot Einsicht

 

    Personal-Akten?



4. Verweigerung


    Einsicht in med.


    Gutachten?



5. Medizinische


    Gefälligkeitsgutachten?



6. Daten-Stau am


    Flughafen?



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Nach Datenpanne am


Flughafen


Polizeipräsident muss sich


erklären


Von Katharina Iskandar,


Frankfurt


Warum wurde die Datenpanne am Frankfruter Flughafen erst so spät bekannt?Warum wurde die Datenpanne am Frankfruter Flughafen erst so spät bekannt?

24. Mai 2011 

Nach der Datenpanne bei den Sicherheitsüberprüfungen der am Flughafen Beschäftigten erwägt Innenminister Boris Rhein (CDU) personelle Konsequenzen. Wie berichtet, soll es demnächst ein Gespräch zwischen dem Minister, dem Landespolizeipräsidenten und der Frankfurter Polizeiführung geben. Dabei soll sich Polizeipräsident Achim Thiel unter anderem dafür rechtfertigen, warum der Vorfall nicht unverzüglich an das Ministerium gemeldet worden sei. Nach Ansicht von Fachleuten hätte die Panne dann viel schneller behoben werden können.

Derzeit werden die Abläufe in der sogenannten Prüfgruppe der Polizei kontrolliert. Offenbar hatte keiner der damals noch acht Mitarbeiter bemerkt, dass die Daten, die automatisch hätten „aufschlagen“ müssen, nicht weitergeleitet wurden. Das Personal wurde inzwischen verdreifacht, um die Rückstände aufzuarbeiten.

Kritischer Bericht

Wie am Montag zudem bekannt wurde, hat sich der „Datenstau“ wohl über einen längeren Zeitraum erstreckt als bisher bekannt. Statt von „einigen Wochen“ ist nun innerhalb der Polizei von „einigen Monaten“ die Rede. In dieser Zeit wurden rund 10.000 Daten von Mitarbeitern des Frankfurter Flughafens oder anderer dort tätigen Unternehmen nicht über das Polizeisystem weitergegeben – mit der Folge, dass die notwendigen Wiederholungsüberprüfungen ausblieben. Wenn das zutreffen sollte, dann hatte die Datenpanne möglicherweise auch schon Anfang März bestanden, als am Flughafen der erste islamistisch motivierte Anschlag in Deutschland erfolgte. Es ist offen, ob der mutmaßliche Täter, der 21 Jahre alte Frankfurter Arid U., der am Postzentrum des Flughafens beschäftigt war, zu dem Kreis derer gehörte, die hätten überprüft werden müssen.

Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Anschlag am Flughafen, bei dem zwei amerikanische Soldaten getötet wurden, bewertet ein interner Bericht derweil zum Teil kritisch. Insbesondere soll es Mängel in der Kommunikation gegeben haben. Die Verbindung zwischen der Einsatzleitung und der Polizeidirektion am Flughafen musste dem Bericht zufolge von Funk auf Mobiltelefone umgestellt werden. Das habe zur Folge gehabt, dass das Netz derart überlastet gewesen sei, dass zeitweise Informationen nicht schnell genug hätten weiter gegeben werden können. Offenbar wurden dadurch Entscheidungen von mehreren Abteilungen gleichzeitig und ohne Absprache gesteuert – in diesem Fall sowohl vom Kriminaldauerdienst als auch von der Flughafendirektion D 200, was dem Bericht zufolge dazu führte, „dass Maßnahmen doppelt eingeleitet und Kräfte nicht effizient eingesetzt werden konnten“.

Die Schwierigkeiten in der Kommunikation hatten keine negativen Folgen

Ein Polizeisprecher sagte am Montag, derartige Berichte seien „keine Geheimpapiere“, sondern notwendige Evaluationen. Es sei normal, dass in der Erstphase bei einem größeren Einsatz sich die Strukturen einspielen müssten. Intern spreche man von der „chaotischen Phase“. Deshalb versuche man durch regelmäßige Großübungen, gerade die Kommunikation immer wieder zu verbessern.

Die Schwierigkeiten in der Kommunikation hatten keine negativen Folgen. Polizeibeamte konnten Arid U., der weiterhin als Einzeltäter gilt, kurz nach den Schüssen im Bus der amerikanischen Streitkräfte im Terminal 2 festnehmen.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: DPA

Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 - 2011

Dies ist ein Ausdruck aus www.faz.net.



Daten-Skandal bei der


Polizei Hessen???


Datenpanne am Frankfurter


Flughafen Kontrolle versagt


acht Monate

 

 

Rhein-Main - 26 | 5 | 2011

Datenpanne am Frankfurter


Flughafen


Kontrolle versagt acht Monate


Sehr intensiv war die Kontrolle der neuen Mitarbeiter am Flughafen in den letzten Monaten nicht.
Foto: dpa
Von Pitt von Bebenburg

Die Datenpanne bei der

Sicherheitsüberprüfung von

Flughafen-Mitarbeitern hat länger

gedauert als bisher angenommen.

Innenminister Boris Rhein (CDU)

berichtete am Donnerstag im

Innenausschuss des Landtags,

dass seit Oktober 2010 die

Datensätze im Polizeipräsidium

Frankfurt nicht mehr vollständig

bearbeitet worden seien.


Erst nach einer vorübergehenden Verstärkung des Personals Mitte Mai seien die Fälle „Stand heute alle abgearbeitet“.
Rhein stellte sich hinter den Frankfurter Polizeipräsidenten Achim Thiel, von dem er sich am Mittwoch hatte unterrichten lassen. „Mein Vertrauen zum Polizeipräsidenten war zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt“, sagte der Minister. Nach seiner Darstellung hatten die Polizisten in Frankfurt die Probleme bis Januar nicht bemerkt. Doch auch, als die Schwierigkeiten klar wurden, hätten sie ihren Chef Thiel bis Mai nicht darauf hingewiesen.
Dieses Verhalten könne man aber nicht mit dem Betriebsklima begründen. „Dass hat weder etwas mit gutem oder schlechtem Klima zu tun, sondern ausschließlich mit menschlichem Versagen“, sagte Rhein.
Auch in seinem Ministerium hatte man den Vorgang offenbar nicht so wichtig genommen, Rhein sofort zu informieren. Nach Angaben von Landespolizeipräsident Udo Münch wurde seine Behörde am 9. Mai benachrichtigt und reagierte am 12. Mai, indem sie zwölf zusätzliche Beamte nach Frankfurt schickte. Boris Rhein erfuhr nach eigenen Angaben erst am 20. Mai von den Problemen.
Opposition stichelt
Rhein betonte, dass es sich bei den zeitweise nicht berücksichtigten Daten um sogenannte „Nachberichte“ handele. Alle Flughafen-Mitarbeiter seien am Anfang ihrer Tätigkeit auf sicherheitsrelevante Fragen überprüft worden und daran habe sich durch die Panne nichts geändert.
Wenn Betroffene jedoch ihren Wohnsitz änderten oder Straftaten begingen, werde das nachgemeldet. Um diese Daten sei es gegangen. Rhein bekräftigte auch seine Auffassung, dass „Sicherheitsprobleme zu keinem Zeitpunkt bestanden“. Das leuchtete der Opposition nicht ein. „Wenn die Nachbetrachtung nicht relevant ist für die Sicherheit am Frankfurter Flughafen, dann verstehe ich nicht, warum man sie macht“, kommentierte der Grünen-Innenpolitiker Jürgen Frömmrich. Nancy Faeser (SPD) und Hermann Schaus (Linke) urteilten, es sei nur „Glück“ gewesen, dass „nichts Sicherheitsrelevantes“ dabei gewesen sei.
Entschieden wies der Innenminister Berichte zurück, in denen ein Zusammenhang zwischen der Datenpanne und dem Flughafen-Attentäter Arid U. hergestellt worden war. Arid U. habe als Beschäftigter der Post nie in sicherheitsrelevanten Bereichen gearbeitet und sei daher auch nicht überprüft worden, sagte Rhein.
Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau



Immer mehr Daten-Skandale in


Hessen?



Wann handelt der hessische


Innenminister endlich?




1. Schwarze-Akten?



2. Geheime-Akten?



3. Verbot Einsicht

 

    Personal-Akten?



4. Verweigerung


    Einsicht in med.


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5. Medizinische


    Gefälligkeitsgutachten?



6. Daten-Stau am


    Flughafen?



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Nach Datenpanne am


Flughafen


Polizeipräsident muss sich


erklären


Von Katharina Iskandar,


Frankfurt


Warum wurde die Datenpanne am Frankfruter Flughafen erst so spät bekannt?Warum wurde die Datenpanne am Frankfruter Flughafen erst so spät bekannt?

24. Mai 2011 

Nach der Datenpanne bei den Sicherheitsüberprüfungen der am Flughafen Beschäftigten erwägt Innenminister Boris Rhein (CDU) personelle Konsequenzen. Wie berichtet, soll es demnächst ein Gespräch zwischen dem Minister, dem Landespolizeipräsidenten und der Frankfurter Polizeiführung geben. Dabei soll sich Polizeipräsident Achim Thiel unter anderem dafür rechtfertigen, warum der Vorfall nicht unverzüglich an das Ministerium gemeldet worden sei. Nach Ansicht von Fachleuten hätte die Panne dann viel schneller behoben werden können.

Derzeit werden die Abläufe in der sogenannten Prüfgruppe der Polizei kontrolliert. Offenbar hatte keiner der damals noch acht Mitarbeiter bemerkt, dass die Daten, die automatisch hätten „aufschlagen“ müssen, nicht weitergeleitet wurden. Das Personal wurde inzwischen verdreifacht, um die Rückstände aufzuarbeiten.

Kritischer Bericht

Wie am Montag zudem bekannt wurde, hat sich der „Datenstau“ wohl über einen längeren Zeitraum erstreckt als bisher bekannt. Statt von „einigen Wochen“ ist nun innerhalb der Polizei von „einigen Monaten“ die Rede. In dieser Zeit wurden rund 10.000 Daten von Mitarbeitern des Frankfurter Flughafens oder anderer dort tätigen Unternehmen nicht über das Polizeisystem weitergegeben – mit der Folge, dass die notwendigen Wiederholungsüberprüfungen ausblieben. Wenn das zutreffen sollte, dann hatte die Datenpanne möglicherweise auch schon Anfang März bestanden, als am Flughafen der erste islamistisch motivierte Anschlag in Deutschland erfolgte. Es ist offen, ob der mutmaßliche Täter, der 21 Jahre alte Frankfurter Arid U., der am Postzentrum des Flughafens beschäftigt war, zu dem Kreis derer gehörte, die hätten überprüft werden müssen.

Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Anschlag am Flughafen, bei dem zwei amerikanische Soldaten getötet wurden, bewertet ein interner Bericht derweil zum Teil kritisch. Insbesondere soll es Mängel in der Kommunikation gegeben haben. Die Verbindung zwischen der Einsatzleitung und der Polizeidirektion am Flughafen musste dem Bericht zufolge von Funk auf Mobiltelefone umgestellt werden. Das habe zur Folge gehabt, dass das Netz derart überlastet gewesen sei, dass zeitweise Informationen nicht schnell genug hätten weiter gegeben werden können. Offenbar wurden dadurch Entscheidungen von mehreren Abteilungen gleichzeitig und ohne Absprache gesteuert – in diesem Fall sowohl vom Kriminaldauerdienst als auch von der Flughafendirektion D 200, was dem Bericht zufolge dazu führte, „dass Maßnahmen doppelt eingeleitet und Kräfte nicht effizient eingesetzt werden konnten“.

Die Schwierigkeiten in der Kommunikation hatten keine negativen Folgen

Ein Polizeisprecher sagte am Montag, derartige Berichte seien „keine Geheimpapiere“, sondern notwendige Evaluationen. Es sei normal, dass in der Erstphase bei einem größeren Einsatz sich die Strukturen einspielen müssten. Intern spreche man von der „chaotischen Phase“. Deshalb versuche man durch regelmäßige Großübungen, gerade die Kommunikation immer wieder zu verbessern.

Die Schwierigkeiten in der Kommunikation hatten keine negativen Folgen. Polizeibeamte konnten Arid U., der weiterhin als Einzeltäter gilt, kurz nach den Schüssen im Bus der amerikanischen Streitkräfte im Terminal 2 festnehmen.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: DPA

Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001 - 2011

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Warum steht der Innenminister


nicht hinter seinen


Bediensteten und verlangt das


seine Bediensteten hinter Ihm


stehen??? Flughafen


Frankfurt Der ärgerliche Herr


Rhein

 



Frankfurt - 23 | 5 | 2011


Flughafen Frankfurt

 

Der ärgerliche Herr Rhein

Polizei am Flughafen.
Foto: FR/Boeckheler
Von Georg Leppert
Arid U. – der Name fällt bei den Sicherheitsbehörden am Montag häufig. Anfang März hatte der 21-Jährige aus Sossenheim am Rhein-Main-Flughafen zwei US-Soldaten erschossen. Zuvor hatte er im Postzentrum am Airport gearbeitet – und damit auch jene Sicherheitsüberprüfung durchlaufen, die seit dem Wochenende für Schlagzeilen sorgt.
Hätte das Attentat womöglich vermieden werden können, wenn es bei der Frankfurter Polizei keine Datenpanne gegeben hätte?

Bei Innenministerium und Polizei heißt es dazu: ganz klar nein. Zwar sei U. – wie alle Beschäftigten am Flughafen – von dem fehlerhaften System erfasst worden. Doch selbst wenn alle Daten korrekt behandelt worden wären, wären die Ermittler nicht auf seine Spur gelangt. Denn in dem Kontrollsystem finden sich Einträge über Adressenänderungen und Vorstrafen. Dass U. Kontakte in die islamistische Szene hatte, wussten die Ermittler hingegen nicht. Und selbst wenn ihnen die Beziehungen des Attentäters zu einer fundamentalistischen Vereinigung bekannt gewesen wären, hätten diese nicht zwangsläufig einen Eintrag zur Folge gehabt. Das System, das von unterschiedlichsten Behörden gespeist wird, erfasst Fakten. Vage Hinweise von Ermittlern finden nur Eingang, wenn davon auszugehen ist, dass der Mitarbeiter ein Sicherheitsrisiko darstellt. Ob diese Relevanz bei Arid U. vor dem Attentat vorgelegen hätte, ist Spekulation.

Technischer Fehler
Rund 10.000 neue Hinweise, so wurde am Wochenende bekannt, gingen im Frankfurter Polizeipräsidium zwar ein. Sie wurden aber wegen eines technischen Fehlers einfach nicht bearbeitet. Monatelang soll es in dem Kontrollsystem einen Datenstau gegeben haben, monatelang will niemand in der Behörde an der Adickesallee das Problem überhaupt bemerkt haben. Die regelmäßige Überprüfung der Flughafen-Mitarbeiter, die seit der bundesweiten Terror-Warnung im Herbst vorigen Jahres in kurzen Abständen erfolgen muss, fand nicht statt.
„Es bestand zu keinem Zeitpunkt

eine Gefährdung der 
 
Sicherheit vor dem Hintergrund

der Bedrohungslage des
 
islamistischen Terrorismus –

oder anderer Vorfälle den
 
Staatsschutz betreffend“, sagt

der hessische Innenminister

Boris Rhein.


 
Und niemand – auch die Opposition im hessischen Landtag nicht – vermag, dem CDU-Politiker da zu widersprechen. Auch aus dem Frankfurter Polizeipräsidium heißt es, man habe andere Möglichkeiten, potenzielle Terroristen auszusortieren, als die Routinekontrolle. Ins Detail gehen die Ermittler nicht. Fakt aber ist, dass der Verfassungsschutz unabhängig vom regelmäßigen Mitarbeiter-Check per Computer arbeitet.
Politischer Zündstoff
Ist die Angelegenheit also eine Lappalie? Mitnichten. Vor allem politisch birgt die Schlafmützigkeit im Polizeipräsidium einigen Zündstoff.  
 
Der Donnerstag dürfte für Rhein

ein unangenehmer

 
Tag werden. Dann will ihn die

Opposition im Innenausschuss

zu
 
den Versäumnissen befragen.

„Wir wollen wissen, über
welchen
 
Zeitraum sich diese Datenpanne

erstreckte“, sagt der
 
innenpolitische Sprecher der

Grünen, Jürgen Frömmrich.
 
  Seine SPD-Kollegin Nancy Faeser fordert, bei Sicherheitsüberprüfungen mit „besonderer Sorgfalt“ zu arbeiten.  
 
Vor allem aber ärgert es die

Opposition, dass sie von den
 
Problemen aus den Medien

erfahren hat.
 
Rhein gibt den Schwarzen Peter weiter – an die Frankfurter Polizei. Die hätte ihn früher über die Probleme informieren müssen. In einer öffentlichen Erklärung spricht Rhein von „Informationsdefiziten“ im Präsidium. Dieser Tage wird der Minister das Gespräch mit Polizeipräsident Achim Thiel suchen. Thiel, so ist von den Ermittlern zu hören, freue sich auf den Termin in etwa so sehr wie ein ungezogener Schüler auf das Gespräch mit seiner Lehrerin. Denn Rhein dürfte Thiel deutlich machen, dass in dem Fall nicht nur die Computer Mist gebaut haben.
Unterdessen läuft die Arbeit im Polizeipräsidium auf Hochtouren. 23 Mitarbeiter sind dabei, den Datenstau zu beheben. Normalerweise kümmern sich nur acht Beamte um die Überprüfung.
Sicherheitsrelevante Erkenntnisse, so ist am Montag zu hören, befanden sich unter den liegen gebliebenen Daten nicht.
Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau





Polizei-Skandal in Hessen??? Polizei verschlampte Daten

 


23.05.2011

Polizei verschlampte Daten

(Symbolbild) Eine Datenpanne am Frankfurter Flughafen wirft Fragen nach der Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden auf (Symbolbild).
Eine folgenschwere Computerpanne hat die vorgeschriebene Sicherheitsüberprüfung Tausender Mitarbeiter am größten deutschen Flughafen in Frankfurt lange Zeit außer Kraft gesetzt – und niemand will etwas bemerkt haben. In dem Kontrollsystem gab es über etliche Monate einen unbemerkten Datenstau, so dass rund 10 000 neue Überprüfungshinweise nicht oder bestenfalls vereinzelt an die zuständigen Behörden gingen. SPD und Grüne im Wiesbadener Landtag fordern Aufklärung.

Nach Angaben von Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hat die Panne die Sicherheit am größten deutschen Airport nicht beeinträchtigt. "Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Sicherheit vor dem islamistischen Terrorismus – oder anderer Vorfälle, den Staatsschutz betreffend", ließ der Minister gestern mitteilen. Alle Beschäftigten, die Zutritt zum Sicherheitsbereich des Flughafens haben, seien auf Zuverlässigkeit überprüft – hier gebe es keine Probleme und auch keine Defizite.


Die Kontrolle sei nur einer von vielen Wegen, möglichen Attentätern auf die Schliche zu kommen, erklärte der Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt, Alexander Kießling. Nach den Warnungen vor erhöhter Terrorgefahr auch in Deutschland hatten die Frankfurter Behörden die Fristen für die Sicherheitschecks am Flughafen verkürzt. Statt wie früher nach einigen Jahren stehe die Durchsicht nach neu zu überprüfenden Mitarbeitern nun "in weit kürzeren Abständen" an, sagte der Sprecher.


Doch die Änderung griff nicht. Das Problem habe "mindestens einige Monate" bestanden und sei erst kürzlich entdeckt worden. "Die Hinweise kamen nur tröpfchenweise. Eigentlich hätte man es merken können und auch müssen", sagte Kießling. Von etwa 1,2 Millionen Datensätzen wurden laut Ministerium rund 10 000 dem zuständigen Frankfurter Polizeipräsidium zwar übermittelt, im dortigen Computersystem jedoch nicht angezeigt. Die Kontrollen werden nötig, wenn ein Flughafen-Mitarbeiter beispielsweise den Wohnort wechselt, heiratet oder sich andere relevante Änderungen ergeben. Allerdings erfolgt eine Kontrolle der Beschäftigten schon bei deren Einstellung.


Das Personal in der am Flughafen zuständigen Abteilung wurde verdreifacht, um den Datenstau abzuarbeiten. Statt 8 Mitarbeiter seien neuerdings 23 mit der Aufgabe betraut, sagte Kießling. "Die technischen Probleme sind behoben. Wir haben den Vorfall inzwischen genauestens aufgearbeitet", erklärte Minister Rhein. Das Landespolizeipräsidium habe erstmals am 9. Mai 2011 von den Problemen erfahren und sofort gehandelt. "Dass die Verantwortlichen beim Polizeipräsidium Frankfurt das Ministerium erst zu einem späten Zeitpunkt über das Problem unterrichtet haben, ist bedauerlich und wird intern genau geprüft werden", betonte Rhein.





Frankfurt - 21 | 5 | 2011

Computerpanne am Frankfurter Flughafen

Datenstau bremst Sicherheitsüberprüfungen

Im Kontrollsystem des Frankfurter Flughafens gab es über etliche Monate einen unbemerkten Datenstau, so dass rund 10 000 Überprüfungshinweise nicht oder bestenfalls vereinzelt an die zuständigen Behörden gingen.

 

In dem Kontrollsystem gab es über etliche Monate einen unbemerkten Datenstau, so dass rund 10.000 neue Überprüfungshinweise nicht oder bestenfalls vereinzelt an die zuständigen Behörden gingen. Der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt, Alexander Kießling, bestätigte am Samstag entsprechende Medienberichte. SPD und Grüne fordern Aufklärung.

Der Computerfehler habe die Abwehr möglicher Terrorgefahren nach bisherigen Erkenntnissen nicht geschwächt, sagte Kießling. Nach den Warnungen vor erhöhter Terrorgefahr auch in Deutschland hatten die Frankfurter Behörden die Fristen für die Sicherheits-Checks am Flughafen verkürzt. Statt wie früher nach einigen Jahren stehe die turnusmäßige Durchsicht nach neu zu überprüfenden Mitarbeitern nun «in weit kürzeren Abständen» an, sagte der Sprecher.

Die Kontrollen werden nötig, wenn ein Flughafen-Mitarbeiter beispielsweise den Wohnort wechselt, heiratet oder sich andere relevante Änderungen ergeben. Allerdings erfolgt eine aufwendige Kontrolle der Beschäftigten schon bei deren Einstellung.

Wie lange die etwa 10.000 liegengebliebenen Überprüfungsaufgaben nun dauern werden, ist noch unklar. Akuten Handlungsbedarf sieht die Polizei auf jeden Fall. Fakt ist, dass das Personal in der am Flughafen zuständigen Abteilung verdreifacht wurde, um den Datenstau nun schleunigst abzuarbeiten. Statt 8 Mitarbeiter seien neuerdings 23 mit der Aufgabe betraut.

Die Landtagsfraktion der Grünen erwartet von Innenminister Boris Rhein (CDU) in der Innenausschusssitzung am kommenden Donnerstag zügige Aufklärung. «Wir wollen wissen, über welchen Zeitraum sich diese Datenpanne erstreckte», sagte der innenpolitische Sprecher der Grünen, Jürgen Frömmrich, am Samstag laut Mitteilung. Seine Kollegin von der SPD-Fraktion, Nancy Faeser, forderte ebenfalls unverzügliche Transparenz und ließ erklären: «Gerade in Anbetracht des jüngsten Attentats am Frankfurter Flughafen muss hier mit besonderer Sorgfalt und Aufmerksamkeit gearbeitet werden.»

Laut Flughafenbetreiber Fraport arbeiten am Frankfurter Flughafen 71.000 Beschäftigte in mehr als 500 Unternehmen und Organisationen. Jedoch arbeitet nur eine deutlich geringere Zahl in sicherheitsrelevanten Bereichen wie etwa der Kontrolle, Gepäckverladung oder dem Service für die Flugzeuge. (dpa)

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Rhein-Main - 22 | 5 | 2011

Panne am Frankfurter Flughafen

Datenstau im Polizeirechner

Verneint jedes Sicherheitsrisiko: der Frankfurter Polizeipräsident Achim Thiel.
Foto: dpa

Von Caroline Schulke, dapd

Die Sicherheitsüberprüfung von Mitarbeitern am Frankfurter Flughafen ist durch eine technische Panne beeinträchtigt worden. Grund sei ein Problem mit der elektronischen Datenverarbeitung gewesen, sagte ein Polizeisprecher in Frankfurt am Main. Er bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), demzufolge rund 10 000 Mitarbeiter nicht oder nur teilweise der turnusmäßigen Sicherheitsüberprüfung unterzogen wurden. SPD und Grüne im hessischen Landtag verlangten Aufklärung.

Den Angaben zufolge bildete sich ein Datenstau im Rechnersystem der Polizei. Im System seien die anstehenden neuen und wiederholten Überprüfungen der Beschäftigten, die in den Sicherheitsbereichen des Flughafens arbeiten, nicht wie üblich aufgelaufen. Es seien längere Zeit nur ein paar Einträge eingegangen und dann auf einmal Tausende, sagte der Sprecher. Es seien nun zusätzlich Kräfte eingesetzt worden, um den Stau aufzulösen. Das könne ein paar Wochen, aber auch zwei bis drei Monate dauern.

Kein Sicherheitsrisiko

Polizeipräsident Achim Thiel sagte, es habe zu keiner Zeit ein Sicherheitsrisiko bestanden. An Informationen über potenzielle Attentäter gelange man „auf anderem Weg“.

Ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport erläuterte, dass keine Mitarbeiter ohne Sicherheitsüberprüfung auf das Vorfeld des Flughafens oder irgendein anderes sicherheitsrelevantes Areal gelangen könnten. Die Befürchtung, dass tausende Beschäftigte nun auf dem Flughafengelände ohne gültige Sicherheitsüberprüfung unterwegs seien, treffe daher nicht zu.

Die innenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Nancy Faeser, sagte, solche Datenpannen dürften nicht passieren. Es müsse alles unternommen werden, damit sich so etwas nicht wiederhole.

„Gerade in Anbetracht des jüngsten Attentats am Frankfurter Flughafen muss hier mit besonderer Sorgfalt und Aufmerksamkeit gearbeitet werden.“ Anfang März hatte ein Islamist zwei US-Soldaten erschossen und weitere verletzt.

Die Grünen-Fraktion erwartet nach eigenen Angaben von Innenminister Boris Rhein (CDU) in der Innenausschusssitzung am kommenden Donnerstag Aufklärung. Sie wollten etwa wissen, über welchen Zeitraum sich die Datenpanne erstreckt habe, sagte der innenpolitische Sprecher Jürgen Frömmrich.

Die Luftsicherheitsbehörde der Polizei führt die Überprüfung von Mitarbeitern in Sicherheitsbereichen des Flughafens durch. Die Daten von bereits beschäftigten Angestellten werden in regelmäßigen Abständen erneut überprüft.

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