29. EBS-Skandal

 

 

in Hessen???

 

EBS-Hammer-Skandal in Hessen??? 

EBS zahlte Mallorca-Trip mit Steuergeld

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EBS zahlte Mallorca-Trip mit Steuergeld

hr online - vor 9 Stunden

Bislang waren öffentlich nur wenige Details über jene

950.000 Euro Steuergeld bekannt, die das Wissenschaftsministerium von der privaten EBS-Uni ...

- 30000 Euro für Workshop auf Mallorca?

- Catering für Party?

- Flüge nach Shanghai

 

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2. EBS-Skandal in


Hessen??? 

 

European Business School: EBS


bucht erneut Geld falsch



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Frankfurter Rundschau - vor 1 Tag

Die private European Business School (EBS) geht inzwischen deutlich sorgfältiger mit den Millionen-Zuschüssen des Landes um als noch 2009 und 2010. ...

28.09.2011 | 17:31 | Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Hessischen ...Pressrelations (Pressemitteilung)
GRÜNE(Hessen) nach Wissenschaftsausschuss: Ministerin bestätigt ...Hessen Tageblatt (Pressemitteilung)
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EBS-Skandal in Hessen???


 

Steht die UNI


stellvertretend für den


Zustand in Hessen???

 

 

European Business School


Armutszeugnis für Elite-


Uni

 
Rhein-Main - 20 | 7 | 2011

European Business School


Armutszeugnis für Elite-Uni


So soll sie einmal aussehen - die EBS Law School in Wiesbaden.
Foto: EBS
Jetzt ist es amtlich: An der privaten European Business School in Wiesbaden sind Landes-Zuschüsse in die falschen Kanäle geflossen. Trotzdem soll die neue juristische Fakultät im Herbst starten.
An der privaten Hochschule European Business School (EBS) in Wiesbaden sind einer Untersuchung zufolge staatliche Fördermittel zweckentfremdet worden. Das berichtete das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden am Mittwoch mit Bezug auf ein Stuttgarter Wirtschaftsprüfungs-
unternehmen. Die EBS hatte in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 17 Millionen Euro vom Land für den Aufbau einer juristischen Fakultät in Wiesbaden erhalten. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) will nun von den Zuschüssen für diesen Zeitraum mindestens 800.000 Euro zurück, wie das Ministerium mitteilte.
Die Liste der möglichen Verfehlungen in dem 89 Seiten langen Prüfbericht ist lang. Es gehe um eine Vielzahl von Einzelbeträgen, sagte der Sprecher des Ministeriums, Ulrich Adolphs. Personal, das nur teilweise für den Aufbau der Jura-Fakultät tätig war, sei mit einem zu hohen Anteil in die Förderung eingerechnet worden. An anderen Stellen fehlten Belege über eine Auftragserteilung. Zusätzlich gibt es Positionen im Umfang von 666.000 Euro, die noch genauer überprüft werden müssten.

Die EBS erhalte jetzt Gelegenheit, zu jedem Punkt des Prüfberichts Stellung zu nehmen. Es sei in beiderseitigem Interesse, das „zügig zu erledigen“, sagte Adolphs. Erst danach werde das Ministerium die Höhe der Rückforderungen exakt festlegen. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass sich die beiden Summen addieren könnten und ein Gesamtbetrag von 1,4 Millionen Euro herauskommen könnte. Der EBS-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen. Die Landtagsfraktion der Grünen forderte das Ministerium auf, den Prüfbericht zu veröffentlichen.

Die EBS hatte trotz Untreue-Vorwürfen gegen ihren damaligen Präsidenten Christopher Jahns noch im März 1,5 Millionen Euro aus der Landeskasse erhalten. Kühne-Hörmann hat kürzlich angekündigt, dass bis zur endgültigen Klärung der Frage, wie die 17 Millionen Euro verwendet wurden, kein weiteres Geld fließen wird. Ursprünglich sollte die EBS im August mit zwei Millionen Euro eine weitere Rate der vom Land insgesamt zugesagten 24,7 Millionen Euro erhalten.

Jahns war im April geschasst worden. Ihm wird vorgeworfen, rund 180.000 Euro zu Lasten der Hochschule in eigene Firmen umgeleitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Gegen seinen Rausschmiss wehrt sich der Ex-Präsident in zwei Gerichtsverfahren.

Mit dem Aufbau eine Jura-Fakultät kann sich die bisherige Wirtschaftshochschule EBS Universität nennen. Die Studenten der Rechtswissenschaften ziehen in diesem Herbst zunächst in ein Bürohaus in Wiesbaden ein. Das ehemalige Wiesbadener Landgericht soll bis 2014 zum neuen Standort der EBS um- und ausgebaut werden. (dpa)
Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau



 

Politik-Skandal in


Hessen???

 

 

European Business School


"Politik des Vertuschens"

 

 

 
Rhein-Main - 22 | 7 | 2011

European Business School

"Politik des Vertuschens"


European Business School in Oestrich-Winkel
Foto: Michael Schick
Von Pitt von Bebenburg
Hessens Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann weigert sich, das Gutachten zu den Finanz-Mauscheleien der EBS offenzulegen. Die Grünen wollen das nicht hinnehmen.
Die Grünen werfen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) in der Auseinandersetzung mit der European Business School (EBS) eine „Politik des Vertuschens“ vor. Grünen-Fraktionsvize Sigrid Erfurth forderte am Donnerstag erneut, dass das Wirtschaftsprüfer-Gutachten über die Verwendung von Fördermitteln des Landes bei der EBS offen gelegt werden müsse.
Kühne-Hörmanns Sprecher Ulrich Adolphs bekräftigte hingegen, dass das Gutachten nicht veröffentlicht werden könne, weil es um Wirtschaftsdaten eines Privatunternehmens gehe. Die Stuttgarter Gutachter waren nach Angaben des Ministeriums zu dem Schluss gekommen, dass mindestens 800000 Euro der 17 Millionen Euro, die 2009 und 2010 an die EBS geflossen waren, nicht zweckentsprechend ausgegeben worden waren. Kühne-Hörmann fordert diesen Anteil deshalb von der Privat-Hochschule zurück.
Grünen-Politikerin Erfurth sagte: „Bei dem zweckentfremdeten Geld handelt es sich um das Geld von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern, und deshalb haben wir das Recht, ja sogar die Pflicht zu kontrollieren, was damit geschehen ist.“ Bei früheren Gutachten der Regierung, die sensible Daten enthielten, hatten die Parlamentarier Einsicht nehmen können, aber nicht die Öffentlichkeit. Auf die Frage, ob ein solches Verfahren auch diesmal möglich wäre, antwortete der Ministeriumssprecher, es läge derzeit keine Anfrage aus dem Parlament vor.
Nach der Linken verlangte derweil auch die SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, die öffentlichen Zuschüsse an die EBS einzustellen. „Wir wollen Bildung für die Vielen und nicht für die Wenigen“, sagte der südhessische Juso-Vorsitzende Carsten Sinß am Donnerstag. Zuvor hatte bereits die Linken-Fraktionschefin im Landtag, Janine Wissler, gefordert: „Nicht kürzen, sondern endlich aussteigen.“ Die öffentlichen Hochschulen brauchten das Geld dringend, argumentierten Jusos und Linke.
Copyright © 2010 Frankfurter Rundscha



 

EBS-Skandal in Hessen???

 

Steht die UNI



stellvertretend für den


Zustand in Hessen???


 

European Business School


Armutszeugnis für Elite-


Uni?

 
Rhein-Main - 20 | 7 | 2011

European Business School


Armutszeugnis für Elite-Uni


So soll sie einmal aussehen - die EBS Law School in Wiesbaden.
Foto: EBS
Jetzt ist es amtlich: An der privaten European Business School in Wiesbaden sind Landes-Zuschüsse in die falschen Kanäle geflossen. Trotzdem soll die neue juristische Fakultät im Herbst starten.
An der privaten Hochschule European Business School (EBS) in Wiesbaden sind einer Untersuchung zufolge staatliche Fördermittel zweckentfremdet worden. Das berichtete das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden am Mittwoch mit Bezug auf ein Stuttgarter Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Die EBS hatte in den Jahren 2009 und 2010 insgesamt 17 Millionen Euro vom Land für den Aufbau einer juristischen Fakultät in Wiesbaden erhalten. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) will nun von den Zuschüssen für diesen Zeitraum mindestens 800.000 Euro zurück, wie das Ministerium mitteilte.
Die Liste der möglichen Verfehlungen in dem 89 Seiten langen Prüfbericht ist lang. Es gehe um eine Vielzahl von Einzelbeträgen, sagte der Sprecher des Ministeriums, Ulrich Adolphs. Personal, das nur teilweise für den Aufbau der Jura-Fakultät tätig war, sei mit einem zu hohen Anteil in die Förderung eingerechnet worden. An anderen Stellen fehlten Belege über eine Auftragserteilung. Zusätzlich gibt es Positionen im Umfang von 666.000 Euro, die noch genauer überprüft werden müssten.

Die EBS erhalte jetzt Gelegenheit, zu jedem Punkt des Prüfberichts Stellung zu nehmen. Es sei in beiderseitigem Interesse, das „zügig zu erledigen“, sagte Adolphs. Erst danach werde das Ministerium die Höhe der Rückforderungen exakt festlegen. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass sich die beiden Summen addieren könnten und ein Gesamtbetrag von 1,4 Millionen Euro herauskommen könnte. Der EBS-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen. Die Landtagsfraktion der Grünen forderte das Ministerium auf, den Prüfbericht zu veröffentlichen.

Die EBS hatte trotz Untreue-Vorwürfen gegen ihren damaligen Präsidenten Christopher Jahns noch im März 1,5 Millionen Euro aus der Landeskasse erhalten. Kühne-Hörmann hat kürzlich angekündigt, dass bis zur endgültigen Klärung der Frage, wie die 17 Millionen Euro verwendet wurden, kein weiteres Geld fließen wird. Ursprünglich sollte die EBS im August mit zwei Millionen Euro eine weitere Rate der vom Land insgesamt zugesagten 24,7 Millionen Euro erhalten.

Jahns war im April geschasst worden. Ihm wird vorgeworfen, rund 180.000 Euro zu Lasten der Hochschule in eigene Firmen umgeleitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Gegen seinen Rausschmiss wehrt sich der Ex-Präsident in zwei Gerichtsverfahren.

Mit dem Aufbau eine Jura-Fakultät kann sich die bisherige Wirtschaftshochschule EBS Universität nennen. Die Studenten der Rechtswissenschaften ziehen in diesem Herbst zunächst in ein Bürohaus in Wiesbaden ein. Das ehemalige Wiesbadener Landgericht soll bis 2014 zum neuen Standort der EBS um- und ausgebaut werden. (dpa)
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EBS-Skandal in Hessen??? Geschäftsführerin der European Business School muss gehen

 

 

 
 
08. Juni 2011 | dpa |

Geschäftsführerin der European Business School muss gehen

WIESBADEN An der Wiesbadener Elite-Hochschule European Business School (EBS) bleibt es unruhig: Die für Marketing und Fundraising zuständige Geschäftsführerin Sabine Fuchs ...
 

An der Wiesbadener Elite-Hochschule European Business School (EBS) bleibt es unruhig: Die für Marketing und Fundraising zuständige Geschäftsführerin Sabine Fuchs muss gehen. Die Hochschule bestätigte heute einen entsprechenden Bericht des „Wiesbadener Kurier“. Der Aufsichtsrat habe gestern beschlossen, den von Fuchs verantworteten Bereich aufzulösen, sagte eine EBS-Sprecherin. Gründe für den Schritt nannte sie nicht.
Die Elite-Hochschule war in die Schlagzeilen gekommen, nachdem ihr damalige Präsident Christopher Jahns wegen des Verdachts der Untreue ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten war. Er soll Hochschulgelder in Höhe von 180.000 Euro für private Zwecke verwendet haben. Jahns bestreitet die Vorwürfe. Der Streit um seine Kündigung beschäftigt das Arbeitsgericht in Wiesbaden. Morgen will die EBS ihren neuen Präsidenten Rolf Cremer vorstellen.


Rhein-Main - 28 | 4 | 2011

European Business School

Landesgeld veruntreut

Christopher Jahns
Foto: Michael Schick

Nach der Untersuchung der Prüfer von Ernst & Young seien 7200 Euro aus Zuwendungen des Landes Hessen „zur Begleichung einer Scheinrechnung“ verwendet worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Klaus Schulte, der FR am Donnerstag. Die Zahlung sei im Sommer 2009 an die Firma BrainNet geflossen, an der Christopher Jahns beteiligt ist.
Der frühere Präsident der EBS steht unter dem Verdacht, 180.000 Euro aus Mitteln der privaten Hochschule abgezweigt zu haben. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) beteuert, die Zahlungen des Landes hätten mit den veruntreuten Mitteln nichts zu tun. Ihr Sprecher sagte am Donnerstag, im Ministerium seien weder das Gutachten noch die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft bekannt. Landesgeld sei für den Aufbau des Juristen-Zweiges an der EBS geflossen. Wenn die Mittel „nicht dem Förderzweck entsprechend“ eingesetzt worden seien, würden sie zurückgefordert.
Jahns hat derweil Klage gegen seine Kündigung als EBS-Geschäftsführer eingereicht. ( pit)


European Business School

Noch im März floss Geld an die EBS

 


Rhein-Main - 27 | 4 | 2011
Schein-Idylle: der Campus der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel.
Foto: Thomas Lohnes/dapd

Von Pitt von Bebenburg

Die politisch umstrittene European Business School (EBS) in Wiesbaden hat noch Mitte März 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen vom Land Hessen erhalten. Das hat Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) jetzt dem zuständigen Ausschuss des Landtags mitgeteilt. Die Grünen nannten die Zahlung „vollkommen unverständlich“ und forderten die Regierung auf, kein weiteres Geld zu überweisen, ehe die Verwendung „endgültig geklärt“ sei.

Anfang des Jahres waren Vorwürfe gegen den damaligen EBS-Präsident Christopher Jahns bekannt geworden. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Wiesbaden wegen des Verdachts des Betrugs. Jahns soll 180000 Euro der EBS für seine privaten Firmen in der Schweiz abgezweigt haben. Inzwischen musste Jahns gehen, ein Nachfolger ist gewählt.

Das Land unterstützt die private Hochschule mit Millionenbeträgen. Die Vorgänge um Jahns hätten aber mit den öffentlichen Mitteln „nichts zu tun“, beteuerte Ministerin Kühne-Hörmann Anfang April im Wissenschaftsausschuss des Parlaments. Dort berichtete sie, dass Hessen 2009 und 2010 zusammen 17 Millionen Euro an die EBS ausgezahlt habe.

Kühne-Hörmann sagte auch: „Weitere drei Millionen werden jetzt in weiteren Tranchen ausgezahlt.“ Dass zu diesem Zeitpunkt bereits 1,5 Millionen Euro davon geflossen waren, erwähnte sie jedoch nicht.

Die Grünen-Hochschulpolitikerin Sarah Sorge hat dafür kein Verständnis. „Ich frage mich, warum die Ministerin diese jüngste Zahlung im Ausschuss nicht explizit offengelegt hat“, sagte sie am Mittwoch in Wiesbaden. „Die Motivation, unter den bekannten Umständen 1,5 Millionen Euro auszuzahlen, erschließt sich mir überhaupt nicht.“

Die Summe dient nach Angaben von Ministerin Kühne-Hörmann dem weiteren Aufbau des an der Hochschule geplanten juristischen Fachbereichs. Es gehe um die „Ausschreibung zweier Lehrstühle für bürgerliches Recht und eines Lehrstuhls für öffentliches Recht sowie Bildung der Berufungskommissionen“, erläutert die Ministerin in ihrem Schreiben an die Abgeordneten.

EBS muss Nachweise liefern

Bis Ende April muss die EBS ihre Nachweise vorlegen, dass die öffentlichen Mittel in den Jahren 2009 und 2010 sachgerecht ausgegeben worden sind. Kühne-Hörmann hatte auf Bitten der Hochschule die Frist verlängert, die eigentlich schon Ende März abgelaufen wäre.

Für die Grüne Sarah Sorge stellt sich nach wie vor die Frage, „ob die Werbekampagne der EBS ,Wir sind Uni‘ und die pompöse Gründungsfeier aus Zuschüssen des Landes Hessen finanziert wurden“.

Die EBS hatte mit dem Slogan „Wir sind Uni“ geworben, obwohl sie bis zur Anerkennung des Jura-Fachbereichs noch nicht als Universität firmieren darf.

Copyright © 2010 Frankfurter Rundschau
Rhein-Main - 14 | 4 | 2011

Private Universität

Vertuschung an der EBS?

Christopher Jahns, der entlassene Präsident der privaten European Business School (EBS) in Wiesbaden.
Foto: dpa

 

Die Opposition wirft der hessischen Landesregierung „Vertuschung“ im Zusammenhang mit der Untreue-Affäre an der privaten European Business School (EBS) vor. SPD, Grüne und Linke griffen Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Donnerstag im Landtag scharf an.

Sie warfen ihr vor, nicht entschieden genug aufzuklären, was mit insgesamt rund 17 Millionen Euro Steuergeld geschehen ist, die an die private Hochschule geflossen sind. Kühne-Hörmann wies die Vorwürfe zurück. Der Verbleib des Steuergelds werde von Ende April an von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer nachverfolgt und damit früher als üblich.

Die Grünen-Abgeordnete Sarah Sorge warf Kühne-Hörmann vor, die Vorgänge vertuschen zu wollen und forderte, sie müsse ihrer Aufgabe als zuständige Ministerin „endlich gerecht“ werden. Auch die Linken-Abgeordnete Janine Wissler warf Kühne-Hörmann vor, sich „wegzuducken“. Die Zahlungen an die EBS müssten gestoppt werden.

Der SPD-Abgeordnete Gernot Grumbach forderte auch Innenminister Boris Rhein (CDU) zu raschem Handeln auf, denn seinem Ministerium unterliege die Stiftungsaufsicht.
Kühne-Hörmann sagte, bisher gebe es keine Hinweise für einen Missbrauch der Fördermillionen. Sollte sich herausstellen, dass die rund 17 Millionen Euro nicht ordnungsgemäß verwendet wurden, müssten sie zurückgezahlt werden.

Abgeordnete von CDU und FDP gaben der Ministerin recht und nannten die Vorwürfe der Opposition unredlich und unangebracht. Damit werde das Image der EBS noch weiter beschädigt.
Der inzwischen entlassene EBS-Präsident Christopher Jahns steht unter Untreueverdacht und ist deshalb vergangene Woche vorübergehend festgenommen worden. Er soll Uni-Gelder an Firmen umgeleitet haben, an denen er beteiligt ist.(dpa)

Wiesbaden - 11 | 4 | 2011

European Business School

Immer mehr Steuergeld für die EBS

Hessens Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) und EBS-Präsident Christopher Jahns nach dem Law-School-Deal.
Foto: FR/Schick

Von Sabine Müller

Die private European Business School (EBS), gegen deren abberufenen Geschäftsführer Christopher Jahns die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue ermittelt, bekommt für die Entwicklung ihres Geländes an der Moritzstraße mehr öffentliches Geld als bisher bekannt. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Landtagfraktion hervor. Darin steht, dass das Land 750 000 Euro übernimmt, die der Architektenwettbewerb für den Neubau der EBS-Jurafakultät gekostet hat.

Die Steuerzahler zahlen zwecks Umwandlung des alten Gerichtsviertels zur Jura-Fakultät zudem 250 000 Euro für „Bestandserfassung und Bewertung“ sowie 500 000 Euro „Projektkostenzuschuss“. Hinzu kommen 691 000 Euro Abbruchkosten für ein Gebäude an der Moritzstraße und 350 000 Euro für Schadstoffbeseitigung im Gerichtsaltbau.

Bekannt war bislang, dass das Land der EBS die 15,4 Millionen Euro teure Tiefgarage finanziert (und Mehrkosten zur Hälfte trägt) und für die EBS-Verwaltung das alte Gericht für 19,7 Millionen Euro sanieren lässt.

Hinzu kommen 24,7 Millionen Euro für den inhaltlichen und personellen Aufbau der Law School, von denen bereits 17 Millionen Euro ausbezahlt wurden.

Angesichts des Rauswurfs von EBS-Geschäftsführer Jahns vorige Woche und dem laufenden Ermittlungsverfahren gegen ihn befürchtet der Wiesbadener SPD-Abgeordnete Ernst-Ewald Roth „das Schlimmste“, was die rechtmäßige Verwendung des bereits gezahlten Steuergeldes angeht. Das hätte Folgen für die Entwicklung der Moritzstraße, glaubt er. Die Anschubfinanzierung sowie die Zuschüsse von Land und Stadt für die Moritzstraße seien im gleichen Vertragswerk geregelt.

Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) sieht derweil keine Gefahr für die zehn Millionen Euro, die die Stadt Wiesbaden zur EBS-Fakultät beisteuert. Das Geld werde an das Land überwiesen und nicht an die künftige Privatuniversität selbst: „Das betrifft uns nicht.“ Zur Person Jahns will er sich nicht äußern: „Das müssen die Gerichte klären.“ Von außen sei das „nicht beurteilbar“. Müller kennt Jahns gut: Er sitzt im Stiftungsvorstand der EBS.

Die Linke im Rathaus forderte Müller gestern auf, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen und das EBS-Geld einzufrieren.



Wiesbaden - 7 | 4 | 2011


EBS-Affäre Jahns, Bouffier und der "Maulwurf"

 

 

Christopher Jahns steht seit Juni 2006 an der Spitze der privaten Elitehochschule EBS.
Foto: Michael Schick

Von Pitt von Bebenburg und Ralf Munser

Der am Anfang dieser Woche zurückgetretene Präsident der privaten European Business School (EBS), Christopher Jahns , ist am Donnerstag mit sofortiger Wirkung auch als Geschäftsführer abberufen worden, teilt der Aufsichtsrat der EBS mit. Ebenso werde sein Dienstverhältnis mit der EBS aufgelöst. Gegen die Kündigung will Jahns klagen, wie sein Anwalt mitteilt – „erfoderlichenfalls gerichtlich“.

„Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um – vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Tage und der sich als langwierig abzeichnenden Zeitschiene der juristischen Klärung – Schaden durch negative Auswirkungen auf die Reputation und wirtschaftlichen Schaden von der EBS abzuwenden“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Hellmut Albrecht. Eine Findungskommission werde nun ihre Arbeit aufnehmen, um dem Senat einen Kandidaten für das Amt als Präsident vorzuschlagen.

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ermittelt gegen Christopher Jahns wegen des dringenden Tatverdachts der Untreue. Der 41-Jährige soll rund 180000 Euro aus der Hochschulkasse in eigene Firmen geleitet haben. Jahns war am Montag verhaftet worden und ist gegen Auflagen auf freiem Fuß. Er war als Präsident zurückgetreten, hatte seine anderen Ämter aber nur ruhen lassen.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat unterdessen den Vorwurf zurückgewiesen, er habe das Landeskriminalamt beauftragt, einen „Maulwurf“ in der EBS zu finden. Eine Zeitung hatte unter Berufung auf „Zeugen“ gemeldet, dass Jahns mit Bouffier gesprochen und dieser die Suche nach dem „Maulwurf“ in Auftrag gegeben habe. Bouffier weist diese Darstellung in seinem Schreiben an die Grünen-Abgeordnete Sarah Sorge zurück, die nachgefragt hatte.

„Ich habe weder das Landeskriminalamt veranlasst, den ,Maulwurf ’ zu ermitteln, noch habe ich sonstige Aufträge an das Landeskriminalamt veranlasst“, schreibt der Regierungschef. Zudem habe er in seiner Amtszeit als Ministerpräsident keine Gespräche mit Jahns geführt.

 

 

Untreuer Präsident

EBS-Vorgänge an externe Prüfer

 

 

 

Zuschüsse für den Uni-Status: EBS in Oestrich-Winkel. (Bild: picture-alliance/dpa)
Vergrößern
Zuschüsse für den Uni-Status: EBS in Oestrich-Winkel.
Die European Business School (EBS) bekommt Millionenzuschüsse vom Land. Wegen der Untreue-Ermittlungen gegen den EBS-Präsidenten will das Wissenschaftsministerium jetzt genau wissen, was damit passiert - und schaltet externe Prüfer ein.
 
Video: Fall Jahns wird Ausschussthema 2:19 Min
(© hr | hessenschau, 06.04.2011)
Für den Aufbau des Fachbereichs Jura an der EBS hat das Land Hessen in den vergangenen zwei Jahren rund 17 Millionen Euro investiert. Nach Bekanntwerden der Untreue-Vorwürfe gegen EBS-Präsident Christopher Jahns hatte zuerst die Opposition gefordert, die Zahlungen vorerst einzustellen und zu prüfen, was mit dem bisherigen Geld geschehen ist.

Nun wird auch der Regierung mulmig: Die Elite-Hochschule solle bis Ende April vorlegen, wofür das Geld ausgegeben wurde, sagte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch. In der Sitzung des Wissenschaftsausschusses sicherte sie zu, dass die Untersuchung der Vorgänge an der European Business School an externe Wirtschaftsprüfer vergeben werde.
 

40 Millionen vom Land

Insgesamt will das Land die neue Jura-Fakultät mit knapp 25 Millionen Euro bezuschussen. Mitte August soll die nächste Zahlung folgen. Bis dahin soll klar sein, ob die bisherigen Zuschüsse ordnungsgemäß verwendet wurden. Auch die Stadt Wiesbaden unterstützt die Gründung der juristischen Fakultät mit Millionenaufwand. Der Fachbereich ist nötig, damit sich die EBS Universität nennen darf.
 
hr - Gebühren für gutes Programm
Informationen zur Rundfunkgebühr
Jura ist allerdings nicht der einzige Bereich, in dem das Land die EBS unterstützt. Auch eine neue Tiefgarage der Elite-Uni wird mit 15 Millionen Euro bezuschusst.

Schnellere Aufklärung gefordert

Die Grünen verlangten die lückenlose und schnelle Aufklärung über die Verwendung der Fördergelder. Es sei unverständlich, warum Kühne-Hörmann nicht alles daran setze, die Vorwürfe schnellstmöglich zu klären und somit den Imageschaden zu minimieren, sagte die Abgeordnete Sarah Sorge. Man sei gespannt, ob die EBS mit dem Steuergeld ihre Werbekampagne "Wir sind Uni" und die Gründungsfeier finanziert habe.


Nach Auffassung der Linken-Abgeordneten Janine Wissler naht bereits das Aus für die Privat-Uni: "Wenn sich der Verdacht erhärtet, ist es fraglich, ob sich noch genug Sponsoren finden, um die EBS in Wiesbaden zu errichten. Im schlimmsten Fall hat das Land 17 Millionen Euro Anschubfinanzierung an eine Uni überwiesen, die es nie geben wird."
 

Verdacht: 180.000 Euro veruntreut

Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ermittelt gegen den ehemaligen EBS-Präsidenten Christopher Jahns wegen des dringenden Tatverdachts der Untreue. Der 41-Jährige soll rund 180.000 Euro aus der Hochschulkasse in eigene Firmen geleitet haben. Jahns war am Montag verhaftet worden und ist nur gegen Auflagen auf freiem Fuß. Sein Amt hat er niedergelegt.
 

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Ministerin Kühne-Hörmann zur EBS: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Mittwoch, den 06. April 2011

Zum heutigen Verlauf der Sitzung des Wissenschaftsausschusses erklärt Janine Wissler, hochschulpolitische Sprecherin und Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Statt den ungeheuren Vorwürfen gegen den EBS-Präsident Jahns nachzugehen und aufzuklären, duckt sich die Ministerin weg.

Die Frage lautet, ob Steuermittel veruntreut wurden und wie es zu erklären ist, dass ein Uni-Präsident offenbar sechsstellige Beträge umleiten kann, ohne dass dies in internen Prüfungen bemerkt wird. Zudem steht der Vorwurf von Drohungen gegenüber Zeugen und Mitarbeitern im Raum."

Dass ausgerechnet an der EBS Juristen ausgebildet werden sollten, sei schon fast Realsatire. Die Zahlungen des Landes an die EBS müssten sofort eingefroren werden. Solange der Verdacht der Untreue im Raum stehe, riskiere die Landesregierung, dass Steuergelder in falsche Kanäle fließen, so Wissler.

„Wenn sich der Verdacht erhärtet, ist es fraglich, ob sich noch genug Sponsoren finden, um die EBS in Wiesbaden zu errichten. Im schlimmsten Fall hat das Land 17 Mio. Euro Anschubfinanzierung an eine Uni überwiesen, die es nie geben wird. Die Millionenbeträge, die der EBS zugeflossen sind, wären an öffentlichen Hochschulen sehr viel besser aufgehoben. Aber dort hat Schwarz-Gelb die Mittel gekürzt."

Der ‚Fall Jahns' sei nicht nur ein Desaster für die EBS, sondern auch für Landesregierung. Immerhin gehören auch Politiker wie der FDP-Fraktionschef Rentsch und Wiesbadens OB Müller (CDU) dem Vorstand des Stiftungsrats der EBS an.

„Kühne-Hörmann muss Konsequenzen ziehen statt in Nibelungentreue zur EBS zu stehen".






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Handelsblatt

 

 

 

EBS-Chef Jahn:Der tiefe Fall des Moralapostels

 

 

 

 

Er war einer der wichtigsten Verfechter eines Eids für Manager, der Gier abzuschwören. Nun musste Christopher Jahns, der Präsident der European Business School, ausgerechnet wegen einer Untreue-Affäre zurücktreten.

Gutmenschen unter sich: Christopher Jahns (rechts) und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Quelle: PR
Gutmenschen unter sich: Christopher Jahns (rechts) und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Quelle: PR

Wiesbaden Am Montag wurde Jahns, gegen den die Staatsanwaltschaft Wiesbaden seit Wochen wegen Untreue ermittelt, verhaftet, Büros der European Business School durchsucht. Auch Jahns Privatwohnung war ein Ziel. Der Grund: Jahns soll Zeugen massiv eingeschüchtert haben, daher sah die Staatsanwaltschaft Verdunklungsgefahr.

Dem bisherigen EBS-Chef wird vorgeworfen, "Scheinrechungen" an sich selbst ausgestellt zu haben, sagt der zuständige Wiesbadener Staatsanwalts Hartmut Ferse. Der 41-Jährige Jahns ist nicht nur der schillernde Chef der 1971 gegründeten privaten Wirtschaftshochschule EBS, er hat auch etliche Funktionen in Beratungsfirmen der BrainNet-Gruppe. In Funktionen für BrainNet soll er laut Staatsanwaltschaft Rechnungen über "mindestens 180.000 Euro" an sich selbst oder seine Firmen ausgestellt haben. Bezahlt wurden die vom Hochschulchef Jahns. Er soll also Hochschulgelder - und damit öffentliche Gelder - in seine privaten Firmen geschleust haben.

Laut Aussage Ferses beantragte die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl, weil Jahns Zeugen auf Hochhochschulseite eingeschüchtert habe. Daher habe Verdunklungsgefahr bestanden. Jahns durfte das Gericht nach einem Termin beim Haftrichter gestern zwar wieder verlassen. Aber der Haftbefehl bestehe weiterhin, betont Ferse, er wurde lediglich mit Auflagen ausgesetzt: Jahns ist es verboten, Kontakt zu den Zeugen aufzunehmen, er muss ich zweimal wöchentlich bei der Polizei in Frankfurt melden und sämtliche Ämter an der Hochschule und bei den Beratungsfirmen ruhen lassen.

Wegen der massiven Vorwürfe hatte Jahns Mitte März seine Ämter an der EBS ruhen lassen. Mit seinem Rücktritt ist er vermutlich einer Abwahl zuvorgekommen. Der Senat der EBS, in dem 16 Professoren, Dozenten und Mitarbeiter vertreten sind, kommt am heutigen Dienstag um 18 Uhr zu einer planmäßigen Sitzung zusammen. Einer der Punkte auf der Tagesordnung: Ein Antrag von EBS-Professoren, Jahns als Präsident der Hochschule abzuwählen.

Untreue Skandal an der European Buisness School in Reichartshausen. Quelle: dpa
Untreue Skandal an der European Buisness School in Reichartshausen. Quelle: dpa

Jahns lässt sein Amt als CEO und Lehrstuhlinhaber weiterhin ruhen, zurückgetreten ist er von diesen Funktionen bisher aber nicht. Als CEO der European Business School müsste ihm der Aufsichtsrat das Vertrauen entziehen. Der hatte sich bisher aber stets hinter Jahns gestellt.

Staatsanwalt Ferse sagte dem Handelsblatt, man könnte schon jetzt Anklage gegen Jahns erheben. Die Staatsanwaltschaft wolle aber noch weitere Unterlagen auswerten, die am Montag bei den Durchsuchungen mitgenommen wurden. Das könnte sich noch Wochen hinziehen. Und die Anklageschrift am Ende wesentlich umfangreicher sein als sie es heute wäre.

Das Pikante an der Affäre: Jahns gilt als einer der profiliertesten Verfechter eines Eids für Manager, in dem der Nachwuchs der Gier abschwören und sich zur Moral in der Wirtschaft bekennen soll. Er selbst hat sich stets des Bildes vom "ehrbaren Kaufmann" bedient.

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Als Präsident der Rheingauer Elite-Uni EBS soll Christopher Jahns Geld für eigene Unternehmen abgezweigt haben. Am Montag wurde er zeitweise verhaftet, nun trat er zurück.
Wiesbaden. Christopher Jahns Der Präsident der privaten European Business School (EBS) in Wiesbaden, Christopher Jahns, soll vor seiner Verhaftung «massiv» Zeugen eingeschüchtert haben. «Es bestand auch der Verdacht, dass er Beweismittel vernichten wollte», sagte der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Hartmut Ferse gestern. Jahns legte am Dienstag sein Präsidentenamt nieder.
Gegen den 41-Jährigen besteht der dringende Tatverdacht der Untreue. Er soll rund 180 000 Euro zulasten der Hochschule in eigene Firmen geleitet haben. Die Opposition forderte politische Konsequenzen. Die Privatschule erhält für den Aufbau einer juristischen Fakultät rund 25 Millionen Euro Landesmittel.
Nach den Durchsuchungen am Montag dürften sich die Ermittlungen noch Wochen hinziehen, ehe Anklage erhoben werde, sagte Ferse. Jahns, der nach seiner Festnahme in seiner Wohnung gegen Auflagen wieder auf freiem Fuß ist, müsse mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Jahns wollte sich am Dienstag auch über seinen Anwalt nicht äußern. In einem Interview in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» hatte er Ende Januar erklärt: «Der Vorwurf, ich würde öffentliche Gelder einnehmen und in meine privaten Firmen schleusen, ist absolut unhaltbar.»
Nach Angaben seines Anwalts lässt Jahns die Ämter, die er neben dem Präsidentenamt an der EBS innehatte, weiter ruhen. Zudem lege der Professor seine Funktion als Verwaltungsrat der Beratungsgruppe Brain Net für die Dauer der Ermittlungen nieder, an der er mit einem Anteil von 25,2 Prozent beteiligt ist. Die Beratungsgruppe ist Geschäftspartner der EBS.
Jahns dürfte mit seinem Rücktritt aber seiner Abwahl als Präsident zuvor gekommen sein. Nach Angaben einer EBS-Sprecherin hätte auf einer Senatssitzung am Dienstagabend ein Antrag auf Jahns Abwahl gestellt werden sollen.lhe (lhe)

Artikel vom 05. April 2011, 21.50 Uhr (letzte Änderung 06. April 2011, 10.00 Uhr)

 

 

 

 

EBS-Skandal in

 

 

Hessen???

 

05.04.2011

 

EBS-Präsident soll

 

Zeugen

 

eingeschüchtert haben

 

Wiesbaden - 5 | 4 | 2011

EBS-Präsident

Jahns soll mit Mord gedroht haben

Hilft nur noch beten? Gegen Christopher Jahns wird ermittelt.
Foto: Michael Schick

Von Sabine Müller

Nach seiner Verhaftung wegen des dringenden Verdachtes der Untreue hat Christopher Jahns am Dienstag sein Präsidentenamt an der privaten European Business School in Wiesbaden niedergelegt. Seine weiteren Hochschulämter etwa als Präsident des Supply Chain Management Institutes SMI lasse er ruhen, teilte die Universität in Gründung gestern mit. Zudem lege Jahns für die Dauer der Ermittlungen seine Funktion als Verwaltungsrat beim Beratungsunternehmen Brain Net nieder. Dem Senat der Hochschule lag ein Abwahlantrag vor, über den am Dienstagabend entschieden werden sollte.

Der Vollzug des Haftbefehls gegen den 41-Jährigen war am Montagabend vom Amtsrichter ausgesetzt worden. Vorangegangen waren neun Hausdurchsuchungen unter anderem von Hochschulinstituten in Wiesbaden, wo die Ermittler des Landeskriminalamtes Akten und Computer beschlagnahmten.

Die Staatsanwaltschaft habe den Haftbefehl wegen Verdunklungsgefahr erlassen, sagte der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Hartmut Ferse der FR. Jahns habe Zeugen massiv unter Druck gesetzt. Laut FR-Informationen soll Jahns mit Mord gedroht haben. Zudem habe Gefahr bestanden, dass der Hochschulpräsident Unterlagen verschwinden lasse. Fluchtgefahr sieht Ferse „bislang“ nicht, auch wenn Jahns neben dem deutschen auch einen Schweizer Pass besitzt.

Jahns Anwalt Alfred Dierlamm hat inzwischen erklärt, dass sein Mandant „sich weiterhin gegen die erhobenen Vorwürfe verteidigt“. Der Haftbefehl beruhe auf „einseitig-belastenden Ermittlungen“. Die Staatsanwaltschaft wirft Christopher Jahns vor, mindestens 180000 Euro zulasten der Privatuniversität an seine Privat-Firmen in der Schweiz geschleust zu haben. Wie Ferse der FR bestätigt, liegt jetzt auch eine Strafanzeige gegen den Aufsichtsrat der EBS vor. In dem sitzen laut EBS-Sprecherin Angela Kunwald unter anderem der Ex-Finanzstaatssekretär Walter Arnold (CDU), Ex-MAN-Vorstandsmitglied Karl-Heinz Hornung und seit Februar 2011 zudem Tobias Trevisan, Geschäftsführer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Staatsanwaltschaft hat bei ihren Ermittlungen auch die 17 Millionen Euro Steuergeld im Blick, die das Land der EBS bereits für den Aufbau der juristischen Fakultät in Wiesbaden überwiesen hat. „Wir überprüfen alles genau“, sagt Ferse. Es sei wahrscheinlich, dass sich die Summe des mutmaßlich veruntreuten Geldes noch erhöhe. Die Ermittlungen verliefen „nach oben offen“. Es werde noch Monate dauern, bevor Anklage erhoben werden könne. Jahns drohe eine Haftstrafe bis zu 15 Jahren.

Die Fraktionen von SPD und Die Linke im Landtag fordern angesichts des Verdachts sofort alle Zahlungen an die EBS einzufrieren. Die Grünen-Fraktionschefin, Sarah Sorge, hat Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) aufgefordert, die korrekte Verwendung der Landesmittel zu prüfen und im Ausschuss am Mittwoch zu informieren. Die Ministerin habe sich bisher wenig um „Transparenz“ bemüht. Die Verwendungsnachweise für die 17 Millionen Euro Steuergeld hätte die EBS bis 31. März beim Land einreichen müssen. EBS-Sprecherin Kunwald sagte gestern, dass sich die Hochschule mit dem Wissenschaftsministerium auf eine Fristverlängerung um einen Monat verständigt habe. Das Ministerium fordere einen „höheren Detaillierungsgrad“.

Artikel URL: http://www.fr-online.de/rhein-main/wiesbaden/jahns-soll-mit-mord-gedroht-haben/-/1472860/8302852/-/index.html

 

 

 

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05.04.2011

EBS-Präsident soll Zeugen eingeschüchtert haben

 

 

Hat zur Zeit nicht viel zu lachen: Christopher Jahns. Foto: Archiv

Der Präsident der privaten European Business School (EBS) in Wiesbaden, Christopher Jahns, soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor seiner Verhaftung «massiv» Zeugen eingeschüchtert haben. «Es bestand auch der Verdacht, dass er Beweismittel vernichten wollte», sagte der Wiesbadener Oberstaatsanwalt Ferse am Dienstag auf dpa-Anfrage. Daher sei Verdunklungsgefahr der Grund für Jahns Verhaftung am Montag in Frankfurt gewesen. Gegen den 41-jährigen Professor besteht der dringende Tatverdacht der Untreue. Er soll rund 180 000 Euro zulasten der Hochschule in eigene Firmen geleitet haben.

Nach den Durchsuchungen von neun Objekten am Montag dürften sich die Ermittlungen noch Wochen hinziehen, ehe Anklage erhoben werde, sagte Ferse. Jahns - nach seiner Festnahme am Montag gegen Auflagen wieder auf freiem Fuß - müsse mit einer Haftstrafe bis zu 15 Jahren rechnen.


Ämter nieder gelegt



Im März war bekanntgeworden, dass Jahns wegen der Ermittlungen seine Ämter ruhen lässt. Laut hr-iNFO legte er alle seine Ämter an der EBS nieder. «Bei uns herrscht Unklarheit, ob er seine Ämter ruhen lässt oder ob er - wie es in Medienberichten heißt - zurückgetreten ist», sagte eine Sprecherin der Elitehochschule. Für den Fall, dass er nicht von sich aus zurückgetreten ist, solle im Rahmen einer regulären Senatssitzung am Dienstagabend ein Antrag auf Abwahl als Präsident gestellt werden. Über Jahns Posten als «Chief Executive Officer» der EBS habe dann noch der Aufsichtsrat zu entscheiden. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der EBS wollten zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Oberstaatsanwalt Ferse sagte, die EBS habe sich bei den Durchsuchungen, die auch in den Gebäuden «Rheingau-Palais» und «Atrium» stattfanden, «sehr kooperativ» verhalten. Beschlagnahmt worden seien Unterlagen und Computer. Jahns nannte den Vorwurf, er schleuse öffentliches Geld in seine privaten Firmen, laut der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» zuletzt «absolut unhaltbar».


© 2011 Frankfurter Neue Presse

 

 

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Rhein-Main - 5 | 4 | 2011

Verdacht der Untreue

Hochschulpräsident Jahns festgenommen

Festnahme in Frankfurt: EBS-Präsident Christopher Jahns.
Foto: Michael Schick

 

Der Präsident der privaten Elite-Hochschule European Business School (EBS), Christopher Jahns (41), ist am Montag in Frankfurt mit Haftbefehl festgenommen worden. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Hartmut Ferse gestern auf Anfrage: „Es besteht der dringende Verdacht der Untreue.“ Auch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. Zudem habe es Hausdurchsuchungen bei der EBS in Wiesbaden gegeben. Die Staatsanwaltschaft hat die Festnahme von Jahns mit Verdunkelungsgefahr begründet.

Laut Staatsanwaltschaft wird Jahns vorgeworfen, berufliche Interessen als EBS-Präsident und private Interessen als Mitinhaber mehrerer Schweizer Firmen vermengt zu haben. Es gehe um rund 180.000 Euro. Jahns hat bislang alle Vorwürfe bestritten. Jahns Anwalt teilte am Abend mit, die Maßnahmen seien überzogen und unverhältnismäßig. Der gegen seinen Mandanten bestehende Haftbefehl sei außer Vollzug gesetzt worden.

Wegen der Affäre lässt Jahns seit Mitte März dieses Jahres seine Ämter als Hochschulleiter und geschäftsführender Vorstandschef ruhen.

Es gab neun Hausdurchsuchungen, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Die Ermittler durchsuchten auch die EBS-Gebäude „Rheingau-Palais“ und „Atrium“ in Wiesbaden sowie die Privatwohnung von Jahns in Frankfurt.

Überraschung in der Schule

Obwohl die Eliteschule von dem Einsatz überrascht wurde, sei sie sofort zur Zusammenarbeit mit den Behörden bereit gewesen, hieß es.

Im März war bekanntgeworden, dass Jahns wegen der Ermittlungen gegen ihn seine Ämter ruhen lässt. Zudem hatten einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ zufolge wegen der zur Last gelegten Vorwürfe einige EBS-Professoren Jahns zum Verzicht auf das Präsidentenamt aufgefordert.

Die Ermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft nach Medienberichten bereits im Februar dieses Jahres aufgenommen. Die EBS wird aus öffentlichen Kassen mitfinanziert. (rmu/rah/dpa)